Dienstag, 26. August 2014

Woher der Kram?

Palandurwen hat mich gestern per Kommentar gefragt, woher ich den ganzen Stempelkram habe und ich versuche das mal zu rekonstruieren. Angefangen habe ich mit Papierpaketen aus dem Discounter (Aldi, Lidl) dann erklärte mir eine Kollegin mal, dass auch Kik, Tedi, Zeemann und Xenos Bastelzubehör haben so dass ich auch dort ab und zu vorbei schaue.

Ich wusste zwar vom örtlichen Bastelladen (der führt z.B. viel von Rayher) aber dort war mir Papier im Vergleich zu teuer. Allerdings landete ich auch irgendwann dort und kaufte Scrappapier weil ich die Muster so toll fand. Und dann hatten die noch Stempel. Mein erster Stempel war ein Holzstempel mit Schriftzug "Herzlichen Glückwunsch" von Butterer, den ich dort gekauft habe. Ich hielt den Schriftzug für passend zu fast allen Gelegenheiten und wählte ihn deshalb zum Einstieg. Dazu gab es ein Stempelkissen in schwarz fürs Embossen geeignet. Die Dame im Laden erzählte mir von Embossing aber ich war spontan nicht angetan davon, denn diese Pulver-Föhn-Vorsicht Beschreibung machte mich nicht neugierig. Vielmehr dachte ich daran was für eine Sauerei das gibt, wenn ich Tante Tollpatsch damit hantiere. Ich embosse bis heute nicht. Der zweite Holzstempel den ich dort kaufte war der Schriftzug "Einladung" den ich für meine Einladungen zum Geburtstag (die Tickets, die super ankamen, auf die ich sehr stolz war und von denen ich kein Foto hab) gekauft hatte. Der Preis klebt noch drauf, es waren 8.99 €.
Der "Einladung" Stempel ist auch in diesem Jahr wieder zum Einsatz gekommen um die Leute zur Geburtstagsfeier zu bitten.

Nachdem ich im Netzt immer tollere Bastelprojekte fand und den Eindruck hatte in der Auswahl von Material u.ä. eingeschränkt zu sein habe ich angefangen mich online umzusehen. Außerdem fand ich 9 € pro Stempel ein wenig zu teuer um damit einen netten Bestand aufzubauen, egal wie hübsch ich manche Exemplare fand.

Ich begann bei VBS Hobby und Idee Creativ zu stöbern. Von letzterem besuchte ich auch öfter den Shop in Köln und nutzte dort z.b. den Shopping Week Rabatt und kaufte ein ABC Stempelset von Rayher. Ich kaufte/ bestellte dort diverse Papiersets (z.B. dieses) und entdeckte Silikonstempel, die mir vom Preis/Leistungsverhältnis mehr zusagten als die Holzstempel. Also wanderte z.B. dieses Set in fast allen Variationen in den Einkaufskorb.

Dann kam Ju und fragte mich ob ich zu einem Stempelworkshop mitkommen möchte. Ich begleitete sie also zu der Frau eines Kollegen und wir bastelten gemeinsam. An diesem Abend lernte ich die Produkte von Stampin Up kennen und wurde endgültig angefixt. Dort sind Papiere und Stempelfarben, Stempelmotive und Stanzen und vieles mehr aufeinander abgestimmt. Es wirkte so harmonisch und profimäßig und ich war beeindruckt. Noch am gleichen Abend suchte ich mir im Katalog das Set "Ein Gruß für alle Fälle" aus
Der Grund für diese Entscheidung war, dass ich wieder viele Anlässe abdecken konnte und selbst bei den größten Bemühungen in Kaligraphie diese runden Schriftzüge niemals manuell hinbekommen würde. Dazu kaufte ich eine 1 1/4 " Wellenkreisstanze. Die Schriftzüge können mit einer 1 " Kreisstanze genau ausgestanzt werden aber ich dachte, das geht mit ein bisschen Friemelei (Zirkel, Nagelschere) auch so, aber einen Wellenkreis wollte ich dann doch lieber stanzen als schneiden müssen. Eine 1 " Kreisstanze habe ich kurz darauf im örtlichen Bastelladen gekauft, die war dann etwas günstiger als eine Stampin Up Stanze.
Zu meinem nächsten Geburtstag gab es ein Set mit kleinen Stempelkissen in 11 verschiedenen Farben und damit veränderte sich auch meine Bastelei. Bis dahin hatte ich immer noch nur das schwarze Stempelkissen und die Farbe machte alles irgendwie anders.

Inzwischen habe ich noch einiges bei Stampin up bestellt. Hier ist Alex meine Lieblingsdealerin, sie ist diejenige bei der ich meinen ersten Profistempelabend verbracht habe und mich weiterhin fleißig mit Matrial, Katalogen und Feedback versorgt. Stampin up wird im Direktvertrieb verkauft (ähnlich wie Tupper oder Avon oder so) und man benötigt eine so genannte Demonstratorin (wie Alex *G*) die Kataloge bereitstellen kann oder Bestellungen entgegennimmt. Inzwischen sind Demonstratorinnen über das ganze Land verteilt (selbst in meiner Heimatstadt gibt es 2-3 aber ich bin loyal) und auch andere veranstalten Workshops, Stempelabende oder haben inspirierende Blogs mit schönen Projekten und manchmal auch Anleitungen.
Es gibt aber inzwischen auch einen Online Shop aber da braucht man - wenn ich es richtig verstanden habe- einen so genannten Gastgeberinnen Code um die Bestellung wieder einer Demonstratorin zuordnen zu können. Zum Schnuppern und Schauen was es so gibt ist er aber auch gut.

Nachdem ich über Alex und Stampin up eine völlig neue Welt entdeckte blieb ich aber weiterhin auf der Suche nach Schnäppchen und Alternativen. Ich habe auch Stempel von Whiff of Joy, Depot (ja der Home-Deko-Laden) und Tschibo gekauft. Stanzen gibt es auch im örtlichen Bastelladen (da habe ich z.B. eine kleine Katzenstanze gekauft) und manchmal auch bei Tschibo. Eine oft genutzte kleine Blümchenstanze habe ich bei Kik für 1 € gefunden. Es lohnt sich also weiterhin die Augen offen zu halten.

Zuletzt muss ich zugeben, dass ich viel Zeug auch geschenkt bekommen habe. Nicht nur, dass ich mir z.B. Stampin Up Material zu Geburtstagen, Ostern o.ä. gewünscht habe. Es gibt nette Menschen in meiner Umwelt, die mir Bastelkram schenken. Holzstempel, Papier, Sticker, Halbperlen, Bänder, Stanzen u.ä. Dieses wurde z.B. für die eigene Hochzeit angeschafft und wird dann nicht mehr benötigt (z.B. eine Vögelchen-mit-Herz-Stanze und ein "Vielen Dank" Holzstempel mit goldenem Stempelkissen) oder man hat es beim ausräumen der Wohnung von Schwiegermutter entdeckt und kann selbst nichts damit anfangen (Halbperlen en masse) oder die Kinder brauchen ihre Stempel nicht mehr und man möchte sie nicht wegwerfen. Das sind Kollegen, Freunde und sogar der Chef über die ich so einiges Tolles bekommen habe.

Ja, Basteln ist ein teures Hobby, das sind andere Hobbies aber auch. Mein Bestand ist in den letzten Jahren merklich gewachsen aber ich habe erstens nicht alles und auch nicht alles auf einmal bezahlt.

Kommentare:

  1. Aww, wie toll, vielen Dank für die ausführliche Herleitung und die ganzen Tipps.
    Stampin' up ist mir in der letzten Zeit schon so oft begegnet, dass ich da jetzt doch mal einen intensiveren Blick drauf werden werde - gerade das mit den lokalen Demonstratoren finde ich spannend :D
    Und ich habe auch einige Dinge von Tschibo und Depot schon gefangen - gerade Washi Tapes findet man da ja auch reichlich und oft :)

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  2. Ich habe letztes Jahr auch viel mit dem Tschibo Weihnachtspapier gemacht.

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  3. Oh, supi!
    Speicher ich mir direkt ab - hoffentlich denke ich dran, wenn ich mal wieder was brauche ^^
    Danke =)

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  4. Bei Direktvertrieb geht bei mir ja sofort eine Augenbraue hoch... bin ich nicht so der Fan davon. Auch wenn die schöne Sachen haben, aber nee... ;)

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  5. Ich habe bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht. Ich weiß natürlich, dass es sich für Alex auch lohnt, wenn ich bei ihr bestelle. Das finde ich aber nicht schlimm, weil sie mir so sympathisch ist. Whiff of Joy z.B. hat aber keinen Direktvertrieb (wenn ich richtig informiert bin). Es gibt da auch einige Nischen-Online Shops durch die ich gesurft bin und die Google mir dann so vorgeschlagen hatte.
    Man könnte z.B. nach Produkten von Bo Bunny suchen um solche zu finden.

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  6. Da fällt mir ein, man kann ja Stempel z.B. auch mit Filzstiften (ich habe die von Aldi Süd getestet) einfärben, es ist also nicht sofort ein großes Stempelkissensortiment erforderlich. Ich habe mir z.B. auch bis heute erfolgreich eine Schneidemaschine gespart, ich mache das nach wie vor mit Lineal, Geodreieck, Bleistift, Cutter und Schneidematte.

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