Dienstag, 6. Dezember 2011

Komm, wir packen Geschenke ein.

Schon seit vielen Jahren bin ich Geschenkverpacker Nr. 1 in meiner Familie. Vor allem als ich noch zu Hause gelebt habe, hat meine Mutter mich mit Vorliebe die Geschenke für die ganze Familie einpacken lassen. Und sie schaffte es jedes Jahr, dass ich auch die für mich bestimmten Geschenke verpackt habe. Natürlich hat sie mir vorher immer erzählt, es wäre für jemand anderen. Ich verpacke echt gern und nachdem ich in den letzten Jahren diversen Profipackern in Parfümerien, Buchläden u.ä. genau auf die Finger geguckt habe, ist auch das Schleifen binden kein Problem mehr.
Weil ich gern mal gefragt werde, wie ich das mache, war am Sonntag beim Verpacken die Kamera dabei. Möchtet ihr mit mir gemeinsam ein Geschenk einpacken?

Wir brauchen: Geschenkpapier, Tesaroller (ja Roller, denn ich habe beim verpacken nie beide Hände frei), Schere und Geschenkbänder

Erstmal ein ausreichend großes Stück Geschenkpapier abschneiden. Ich ermittele die Größe so, dass ich den Karton aufsetze und grob das Geschenkpapier an der Rolle darüber lege. Oder ich wickele viel Papier ab, lege den zu verpackenden Karton auf und Rolle ihn einmal auf dem Geschenkpapier herum, damit alle Seiten berücksichtigt sind.

Wenn das Geschenkpapier abgeschnitten ist, setzt man den zu verpackenden Karton mit der Seite, die später unten sein soll nach oben in die Mitte:

Dann legt man abwechselnd auf beiden Seiten das Papier über den Karton, so dass es sich auf der gerade oben liegenden Seite überlappt und hält es fest. Dabei natürlich nicht zu fest ziehen aber zu locker ist auch doof. Es sollte den Karton gut umschließen. Wer beim Papier abschneiden ein paar Zacken in das Papier gemacht hat, kann vor dem Umlegen das Papier in einem schmalen Streifen einlegen und falten, damit es einen geraden Abschluss bekommt.


Dann wird die obere Papierlage mit einem Stück Tesafilm an der unteren Lage fixiert.


Das war der leichte Teil. Jetzt geht es an die Seiten, die sind etwas kniffliger aber machbar. Zunächst drehe ich den Karton so, dass eine offene Seite zu mir zeigt und eine von mir weg. Dann schiebe ich den Karton im Papierschlauch so lange bis beide Seiten gefühlt gleich groß sind. Auf einer Seite beginne ich damit das Papier auf mittlerer Höhe von außen nach innen um den Karton herumzustreichen und arbeiten mich von außen nach innen streichend langsam zum Boden vor. Dort falte ich das Papier zu einer dreieckigen Spitze. Das kommt schonmal vor, dass diese auf der Innenseite total doof aussieht und sich das Papier überlappt oder nicht berührt. Ist aber egal. Es wird aber alles glattgetrichen und gefaltet, dann sehen Seite und Boden ungefähr so aus.


Das Papier auf der oberen Seite labbert, wie man auf dem Bild sieht, noch etwas lieblos herum. Darum kümmern wir uns jetzt und falten auch dort das Dreieck. Wer mag kann auch die Spitzen der Dreiecke noch ein wenig einschlagen, wenn sie nicht ganz so schön geworden sind.


Dann wird das obere Dreieck nach unten über die Seite des Kartons gefaltet und das Dreieck das auf dem Boden aufliegt wird darüber gelegt und dessen Spitze mit einem Stück Tesafilm fixiert. Diese Reihenfolge habe ich am Sonntag selbst falsch gemacht aber es ist hübscher, wenn man erst das obere Dreieck und dann das untere einschlägt. Dann zeigen die Seitendreiecke, wenn das Geschenk überreicht wird, schön von oben nach unten.

Das ganze wird dann auf der anderen Seite wiederholt. Danach kann man das Paket mit Schleifen, Anhängern u.a. verzieren, aber das zeige ich euch morgen.

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